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Europäisches Parlament stimmt über ESEF-Verschiebung ab

Am 19. November 2020 hat der Ausschuss für Wirtschaft und Währung (ECON) des Europäischen Parlaments für eine Verschiebung des Umsetzungszeitpunkts der ESEF-Berichtspflicht auf den 1. Januar 2022 gestimmt.

Bis zur endgültigen Verabschiedung der Gesetzesänderungen muss der Vorschlag allerdings noch weitere Entscheidungsebenen durchlaufen. Folgendes Dokument (Seite 5) verdeutlicht den Prozess in Hinblick auf den ursprünglich von der Europäischen Kommission eingebrachten Vorschlag die neue ESEF-Berichtspflicht auf ein Jahr zu verschieben.

Verschiebung der ESEF-Anforderungen vom Europäischen Rat vorgeschlagen

Im Zuge der Covid-19-Pandemie hat sich der Europäische Rat noch einmal mit dem Thema ESEF befasst und im Zusammenhang mit einer Änderung der Prospektverordnung (EU) 2017/1129 eine Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts der ESEF-Richtlinie vorgeschlagen. Demnach sollen alle Mitgliedstaaten die Wahlmöglichkeit erhalten, die ESEF-Anforderungen um ein Jahr bis 2022 zu verschieben. Das Europäische Parlament wird sich mit dem ESEF-Änderungsvorschlag voraussichtlich Mitte November 2020 befassen. 

Der Deutsche Bundestag hat bereits das Gesetz zur weiteren Umsetzung der ESEF-Berichtspflicht im Juni 2020 beschlossen. Derzeit ist allerdings noch nicht bekannt, ob den Unternehmen hierzulande die Wahlmöglichkeit eingeräumt wird, den Umsetzungszeitpunkt der Richtlinie auf den 1.1.2022 zu verschieben. Weitere Informationen folgen in Kürze.

ESEF-Verordnung im EU-Amtsblatt veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat nach Ablauf der Widerspruchsfrist die delegierte Verordnung (EU) 2018/815 am 29.05.2019 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Sie setzt damit den von der ESMA entwickelten Entwurf um, der nunmehr als „ESEF-Verordnung“ zum 18.06.2019 in Kraft treten wird.

Mit dieser Verordnung werden alle börsennotierten Unternehmen verpflichtet, Abschlüsse für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2020 beginnen, in xhtml zu erstellen. In Deutschland betrifft dies auch handelsrechtliche Einzelabschlüsse börsennotierter Unternehmen.

Für nach International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernabschlüsse gelten zusätzliche Anforderungen:

  • Für Geschäftsjahre ab 2020 sind hierin die Informationen in den primären Rechenwerken sowie zunächst 10 ausgewählte Anhangangaben mittels inline XBRL (iXBRL) nach einem vorgegeben Schema („ESEF-Taxonomie“), das ggf. zu erweitern ist, so zu etikettieren, dass diese Informationen maschinell auslesbar sind.
  • Für Geschäftsjahr ab 2022 steigt die Anzahl der zu etikettierenden Anhanginformationen erheblich an.

Weiterführende Informationen finden Sie hier: